Stadthalle Mülheim, Tauziehen um roten Teppich 02.05.2013

Artikel in der WAZ zum Thema Denkmalschutz: Tauziehen um roten Teppich

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Foyer am Kammermusiksaal in der Stadthalle, im Bild: Prof. Hans-Hermann Hofstadt (Architekt).

 

Mülheim. Nicht immer steht ein roter Teppich für Glanz und Gloria. Zum Beispiel nicht jener, der in der Stadthalle zum Kammermusiksaal führte. Als die Sanierungen zum Foyer begannen, ließ die zuständige Hallen- und MST-Chefin Inge Kammerichs den roten Teppich herausreißen – und weg damit. „Unansehnlich, muffig, verschlissen“, urteilte sie und handelte, wie wohl jeder es bei einer Renovierung machen würde. Dass jedoch auch der rote Teppich aus den 50er-Jahren in dem Bau aus den 20er-Jahren unter Denkmalschutz stand, ahnte sie nicht.

Viel Zeit und Geld wurden in die Aufarbeitung von historischen Details investiert. Energietechnisch, sagt Müller, sei dies wohl jetzt der umweltfreundlichste Ort in der Stadt.

Georg Müller,  Müller. Innen. Architektur. zum Entwurf und Planung des Foyers

Der städtische Denkmalschützer Erich Bocklenberg mokierte dies denn auch, als er die Arbeiten begutachtete. Der rote Teppich, sagt er, gehöre eben auch zu den 50er-Jahren, in denen die Stadthalle nach Kriegszerstörung wieder hergerichtet worden war. „Uns war es wichtig, dass bei der Sanierung nicht nur die äußere Architektur an die 20er-Jahre erinnert, sondern auch deutlich wird, dass im Inneren vieles durch die 50er-Jahre geprägt ist.

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